Das Bild zeigt Otto Neurath in Griechenland anlässlich des CIAM- Kongresses 1933 (Congrès International d’Architecture Moderne); CIAM war eine Vereinigung internationaler Architekten mit dem Ziel, gemeinsam Reformwege in Bau und Planung zu beschreiten. Neurath stellte in Athen seine „Wiener Methode der Bildstatistik“ anhand von Schautafeln zu Stadtplanung und Siedlungsbau vor.
Aber was macht Otto Neurath zum „Verfechter des Glücks“?
Neurath arbeitete Zeit seines Lebens daran, eine besondere Utopie wahr werden zu lassen: Ein glückliches Leben für alle. Dieses wollte er mit Hilfe von wissenschaftlich fundierter und demokratisch organisierter Planung erreichen. Durch Unterstützung von Institutionen und öffentlichen Einrichtungen, durch gemeinsames „an einem Strang ziehen“ sollte das zufriedene Leben erreicht werden.
Besonders in Bildung sah Otto Neurath einen Schlüssel zu höherer Lebensqualität: Denn wissende Menschen können bessere Entscheidungen treffen für ein zufriedenes Leben. So entwickelte Neurath mit ISOTYPE eine neuartige Bildsprache, die wirtschaftliche, politische und soziale Zusammenhänge allen Menschen vermitteln konnte, unabhängig von deren Herkunft, Sprache oder Bildungshintergrund. Auf diese Weise informiert, konnten auch Arbeiterinnen und Arbeiter besser am gesellschaftlichen Diskurs teilnehmen.
In meiner Installation präsentiert sich Otto Neurath in Lebensgröße als fahnenschwingender Kämpfer für seine Utopie eines glücklichen Lebens für alle. Eng mit den Idealen des „Roten Wiens“ verzahnt, wird er selbst Allegorie seines unermüdlichen Bemühens, besonders die Lebens- und Bildungssituation der Arbeiterschaft zu verbessern.












