Die Wandskulptur 1+1+1=1 beschreibt das Thema Dreifaltigkeit in der von Otto Neurath zusammen mit dem Grafiker Gerd Arntz entwickelten Piktogrammsprache. Diese ist durch die Reliefdarstellung um eine dritte Dimension erweitert, die auch inhaltlich neue Deutungsmöglichkeiten für den Trinitätsgedanken ergibt. Während die Schreibweise in Form einer Gleichung die Sichtweise der römisch katholischen Kirche zur Dreifaltigkeit durchaus verdeutlicht, ist sie in ihrer mathematischen Unstimmigkeit Ausdruck für das distanzierte Verhältnis des Sozialökonomen Neurath zur Religion.
Die Arbeit wurde 2012 im Künstlerhaus Wien in der Ausstellung „ZEIT(LOSE) ZEICHEN – Gegenwartskunst in Referenz zu Otto Neurath“ gezeigt und im gleichnamigen Katalog abgebildet.
Im Jahr 2015 wurde die Keramikskulptur für die Kunstsammlungen der Erzabtei St. Peter, Salzburg, angekauft.




