Ulrich, die Hauptfigur aus Musils Roman, denkt über den Mörder Moosbrugger nach und murmelt den Satz „Man hat eine zweite Heimat, in der alles was man tut, unschuldig ist“.
Die „Zweite Heimat“ steht für eine innere Welt, in der Handlungen nicht an moralische Urteile gebunden sind. Moosbruggers Tat wird für Ulrich zur Projektionsfläche für eigene philosophische Überlegungen über das Böse und die Freiheit des Geistes.
Mein in „unschuldiges“ Weiß geschossener Text soll zur Reflexion über menschliches Handeln im Gegensatz zum moralischen Wertekanon anregen, die oft im Widerspruch zueinander stehen.




