Ein goldener Apfel trägt die Aufschrift „Für die Schönste“. Er wird Auslöser eines handfesten Streites zwischen drei Göttinnen: Hera, Athene und Aphrodite. Diesen Zwist soll Paris schlichten, Aphrodite geht als Siegerin hervor, denn sie verspricht Paris die Liebe der schönsten Frau der Welt, Helena. Und somit gewinnt Aphrodite den goldenen Apfel und darf sich fortan als die Schönste sehen.
„Was sehe ich, wenn ich mich selbst ansehe?“ Diese Frage hat sich Simone de Beauvoir oftmals in ihrem 1949 erschienenen Buch „Das andere Geschlecht“ gestellt. Beauvoir argumentiert, dass Frauen von klein auf lernen, sich selbst als Objekte zu sehen und gesehen zu werden. Schönheit wird ihnen als zentrale Aufgabe zugeschrieben – als etwas, das über ihren Wert entscheidet.
„Frauen werden gelehrt, sich selbst durch den Blick anderer zu definieren“, meint Beauvoir.
1863 malte ein Mann, Alexandre Cabanel, „Die Geburt der Venus“, die römische Aphrodite. Zu ihr gesellt sich nun Wonder Woman und gibt einen Lesetipp.














