GEIZ UND MUNIFIZENZ
Installation, 2023
2 Baby-Töpfchen, 10-Groschen-Münze, Aluminium, 10-Schilling-Münze, Silber;
Eichenholzpodest: H/B/T = 90 cm/72 cm/ 45cm

Geiz und Freigiebigkeit (Munifizenz) sind nach Freud frühkindlich bedingt. Wir entwickeln als Kleinkind unser Verhältnis zu Geld. Der Kot des Kindes wird von diesem als „Geschenk“, als „Wertgut“ betrachtet. Die Art und Weise, wie es über die Ausscheidung verfügt, legt den Grundstein für spätere Charaktereigenschaften:

Geiz: Wenn ein Kind beim Zurückhalten des Kots, seines „Besitzes“, Lust empfindet und es verweigert, ihn abzugeben, äußert sich dies laut Freud später als Geiz und Sparsamkeit.
Freigiebigkeit: Empfindet das Kind primär Lust am Ausstoßen des Kots, kann dies im Erwachsenenalter zu Freigiebigkeit, in extremen Fällen auch zu Verschwendungssucht, führen.

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