“Illusionen empfehlen sich uns dadurch, dass sie Unlustgefühle ersparen und uns an ihrer Statt Befriedigungen genießen lassen. Wir müssen es dann ohne Klage hinnehmen, dass sie irgend einmal mit einem Stücke der Wirklichkeit zusammenstoßen, an dem sie zerschellen.“ (S.Freud, 1915, aus: Zeitgemäßes über Krieg und Tod)
Freud definiert Illusionen nicht zwangsläufig als falsche Vorstellungen, sondern als Wunscherfüllungen, die das Individuum vor einer schmerzhaften Realität schützen sollen. Er plädierte allerdings für eine „Erziehung zur Realität“, bei der der Mensch lernt, auf die „Narkose“ der Illusionen zu verzichten. Stattdessen solle er sich auf die Wissenschaft und die eigene Vernunft stützen, um sein Leben in der realen Welt aktiv zu gestalten.














