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K-HOF Kammerhof Museum Gmunden,
Katalog „GARDEN OF CLAY“, 2024
Verein zur Förderung europäischer Keramikkünstler:innen
ISBN 978-3-200-10043-5

Katalogtextauszug:
Rainald Franz, Kustode für die Sammlung Glas und Keramik, MAK, Wien:

Die Gruppenausstellung GARDEN OF CLAY präsentiert im „Hortus conclusus“ der Ausstellungsräume vier Positionen, die mit ihren Arbeiten für die Qualität und Diversität der österreichischen Kunstkeramikszene zwischen Linz, Graz, Salzburg und Wien stehen.
Die Beiträge von Maria Baumgartner, Wilfried Gerstel, Gerold Tusch und Christa Zeitlhofer können alle im Zusammenhang mit dem Thema gesehen werden, wenn auch im übertragenen Sinn. Zweifellos mag es in den besten Momenten ein persönliches Paradies bedeuten, einen GARTEN EDEN, sich intensiv und ausschließlich mit Keramik in künstlerischer Weise beschäftigen zu können.

Die Vielfalt der hier versammelten keramischen Positionen korrespondiert mit der gewachsenen Vielfalt eines Gartens, denn auch sie sind gewachsen, aus den Ausbildungen, Karrieren, Erfahrungen der vier Keramiker:innen. So divers die Zugänge auch sind, verbindet sie doch alle der gekonnte Umgang mit der Materie Ton und ein lustvolles Ausarbeiten von Details.
(…)


Wilfried Gerstels Kleinskulpturen in Schafgestalt bevölkern die Fläche des Gartens. Diese mit unnachahmlicher Detailgenauigkeit entwickelten Psychogramme in Schafgestalt handeln in ironischer Form menschliche Verhaltensweisen ab, sagen aber auch viel aus über das Verhältnis der Menschen zu den nur in ihren Augen in Herdenmentalität und Eigensinn gefangenen Tieren, die unsere Natur und Gärten auf das Schonendste bevölkern und mähen, wenn man sie lässt. Gerstel beobachtet den Menschen wie das Tier, das zu seiner Metapher im Garten wird:
In Gmunden darf natürlich das grün geflammte Schaf nicht fehlen, unser Verhältnis zum Garten ironisiert wunderbar die „Gartensegnung OVI ET OBI!“. Schriftarbeiten wie das blattumrankte Wandmedaillon „ truly, madly, deeply“ und die Installation „Nothing Gold Can Stay“, Keramikplatten mit Texten, in diesem Fall das gleichnamige Gedicht des amerikanischen Lyrikers Robert Frost (1874-1963), beschreiben das Werden und Vergehen der Natur. Geistes- und Herzensbildung werden bei Gerstel zu Zeugnissen aus Ton.
(…)

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