Katalogtextauszug:
Dietgard Grimmer (Leiterin der Salzburger Landesgalerie „Galerie im Traklhaus“):
(…) auch Wilfried Gerstel arbeitet mit Schrift. Er hat die Jury (Katja Miksovsky, MAK Wien, Gerold Tusch, Peter Weiermair) mit seinen durchschossenen Keramiktafeln beeindruckt. (…) Gerstel hat innerhalb seines gesamten Werkes immer einen konzeptuellen Grundzug. Trotz der scheinbaren Inhomogenität dieser einzelnen Werkgruppen verfügt er über eine überzeugende Identität, weniger im formalen, als konzeptuellen Ansatz. In der ausgestellten Arbeit überrascht die ungewöhnliche Methode der Bearbeitung des noch keramischen Grundmaterials mit einer Waffe. Eine Qualität dieser Arbeit liegt in seiner politischen und gesellschaftskritischen Haltung.
Bundespreis für die Installation
„Das Heidenröslein“
dreiteilige Installation, 2007
durchschossene violette Tonfliesen, Stahlrahmen, Projektilwannen
H/B/T = je 185 cm / 92 cm / 40 cm
(Die Installation wurde später mit LED-Lichtleisten ergänzt. Näheres zum Heidenröslein in der Werkreihe „Schmauchspur im Paradies“)


















