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II. International Ceramic Triennial UNICUM 2012, Katalog zum Wettbewerb
Hrsg: ZDSLU (Vereinigung der slowenischen bildenden Künstler)
Veranstaltungsort Maribor, Europäische Kulturhauptstadt 2012

Katalogtextauszug:

Dr. Nadja Zgonic (Präsidentin der Jury von UNICUM 2012, Dozentin an der Akademie für Bildende Künste und Design, Universität Ljubljana):
Bewertungskriterien in der zeitgenössischen Kunst haben sich vollständig gelockert, viele Normen haben sich aufgelöst, unsere Toleranzschwelle hat sich gehoben. Zulässig und sogar gefordert ist jede Art von Thema, das die Rezeption unterschiedlichster Kunstmaterialien begünstigt, von Abfall bis Materialien aus High-Tech-Systemen, man kann in jedem Medium arbeiten, in einfacher Zeichnung oder in digitalem Raum. Kriterien in Bezug auf Inhalt, Material oder Medien stellen keine Einschränkung im weit geöffneten Raum künstlerischer Freiheit mehr dar. Versuchen wir, Keramik als eine der Praktiken innerhalb dieses Raumes zu betrachten.
(…)
Wie spiegelt sich zeitgenössische Keramikproduktion, die wir in der Ausstellung sehen werden, in den Vorbereitungen für die 2. Internationale Keramiktriennale UNICUM wider, die dieses Jahr von der slowenischen Hauptstadt Ljubljana in die Europäische Kulturhauptstadt Maribor verlegt wurde?
UNICUM ist eine junge Veranstaltung, hat aber ihre künstlerischen Kriterien in ihrer zweiten Ausgabe bereits drastisch angehoben. Waren bei der ersten Triennale 133 Künstler:innen registriert, von denen 76 für die Ausstellung ausgewählt wurden, so wurden bei der diesjährigen Triennale von 292 Bewerber:innen nur mehr 60 ausgestellt. (…) Die Organisatoren verfolgen diesmal ein anderes Ziel. Sie möchten ein für alle Mal das Bewusstsein dafür stärken, dass Keramikkunst nicht länger auf eine marginale, rein utilitaristische und ästhetische Rolle beschränkt bleiben darf. Mit ihren besonderen Merkmalen kann sie neue Möglichkeiten innerhalb der zeitgenössischen Kunst eröffnen (…) und so den Raum für unterschiedliche künstlerische Erfahrungen erweitern.

Anm.: Meine eingereichte Installation „Die Würde des Menschen ist unanstastbar“ wurde zu meiner großen Freude von UNICUM 2012 mit dem Grand Prix ausgezeichnet. Die Essl-Foundation kaufte die Arbeit 2019 an und ich habe sie mittlerweile durch Integration einer Braille-Zeile als barrierefreies Werk umgestaltet.
Seit 2022 ist die Installation als Leihgabe im Österreichischen Parlament positioniert, im Foyer des Untersuchungsausschuss-Saals. Daher ist sie sehr oft auf Pressefotos und in diversen TV-Berichten unterschiedlicher Fernsehanstalten zu sehen.

(Mehr zur Installation „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ in der Werkgruppe „Schmauchspur im Paradies)

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